Zwischen Talent und Sehkraft: „Licht“ im intv Kinotipp

Eichstätt (intv) Sehen zu können ist für die meisten von uns ganz selbstverständlich. Die Hauptfigur in unserem heutigen Kinotipp, Resi, verliert mit drei Jahren plötzlich ihr Augenlicht. Doch sie gilt als musikalisches Wunderkind und wird von der Wiener Gesellschaft gefeiert.

Die 18-Jährige Maria Theresia Paradis, auch „Resi“ genannt, ist eine wahre Virtuosin am Klavier. Von ihren ehrgeizigen Eltern wird sie von Arzt zu Arzt geschickt, doch Resi bleibt blind. Bis ihre Eltern von dem höchst umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer hören und Resi in dessen Obhut geben.

„Ich bin auf das Projekt tatsächlich durch den Roman von Alissa Walser gestoßen, durch das Lesen dieses Buches. Mir war klar, dass es ein historischer Stoff ist und auf Figuren basiert, die es wirklich gegeben hat. Ich hab es einfach gelesen ohne an einen Film zu denken. Ich war sehr begeistert, vor allem war ich sehr schnell von dem Thema, das drinsteckt begeistert. Das Thema Sehen und gesehen werden. Ich hab den Film ja auch Licht genannt, weil es um das Augenlicht oder das Fehlen des Augenlichts geht. Und hab mir gedacht, wow, was ist das für ein Thema.“, erzählt Regisseurin Barbara Albert.

Resi lebt fortan in dem wundersamen Haus von Franz Mesmer. Das erste Mal in ihrem Leben spürt sie Freiheit und blüht richtig auf.

„Ich hab sehr viel Verständnis für Blind-sein mitgenommen. Ich saß mal am Set rum und hab auf die nächste Szene gewartet. Dann sah ich, wie ein Blinder kam, aber es war alles abgesperrt. Er kannte den Ort und wunderte sich, warum er gegen so viele Sachen stieß. Dann bin ich gleich hingerannt und wusste schon, wie ich ihn ansprechen musste. Er war extrem dankbar, dass ich ihn da durchgeführt habe. Das sind so Sachen, die hätte ich vorher nicht gewusst.“, beschreibt Hauptdarstellerin Maria Dragus.

Mesmer schafft es tatsächlich Resi ihr Augenlicht wiederzugeben. Doch die 18-Jährige ist entsetzt, als sie merkt, dass ihr musikalisches Talent dadurch immer mehr verloren geht.