Zwischen Schicksalsschlag und Wohnungssuche

Ingolstadt (intv) Sie war lebenslustig, aktiv und führte mit ihren zwei Söhnen ein geregeltes Leben in Geisenfeld. Doch im Jahr 2010 ändert sich plötzlich alles. Cornelia Grill wird schwer krank, sie hat mehrere Operationen an der Wirbelsäule und kann seitdem nicht mehr arbeiten. Die alleinerziehende Mutter ist zu 50 Prozent schwer behindert, muss immer wieder in Therapie und auf Reha. Ihr behandelnder Arzt prophezeit ihr bereits im Jahr 2010, dass sie nie wieder arbeiten könne. Für die damals 45-Jährige bricht eine Welt zusammen, denn sie weiß: Früher oder später kann sie sich ihre Wohnung in Geisenfeld nicht mehr leisten. Um nicht auf der Straße zu landen, sucht sie intensiv nach einer kleineren, kostengünstigeren Wohnung – ohne Erfolg. Cornelia Grill hat sich in den vergangenen vier Jahren um ca. 130 Wohnungen bemüht, ca. 90 besichtigt – aber nur Absagen bekommen. Erst vier Jahre später, Anfang April, bekommt Cornelia Grill eine Wohnung. Nach jahrelangem Hoffen und Bangen, vielen schlaflosen Nächten, Existenzängsten und chronischen Schmerzen aufgrund ihrer Krankheit. Seit 2011 ist die Geisenfelderin bei drei verschiedenen Wohnungsbaugesellschaften gemeldet, und auch die konnten ihr zunächst nicht weiter helfen. Auch wenn Cornelia Grill nun eine Wohnung in Ingolstadt hat, hofft sie, schon bald bei der Gemeinnützigen ein neues Heim zu finden. Erst dann könne sie einen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit ziehen und wieder positiv in die Zukunft blicken.