Zweite Donaubrücke: Bürgerversammlung in Neuburg

Neuburg (intv) Die zweite Donaubrücke. Ein Thema, dass die Neuburger bewegt. Doch die Stadt wächst. Immer mehr Menschen möchten dort leben. Das bringt natürlich auch mehr Verkehr mit sich. Deshalb ist aus Sicht der Befürworter die zweite Donaubrücke mit Ortsumfahrung dringend notwendig. Sie entlaste den Verkehr, hole die Autos aus der Innenstadt. Die Brückengegner sehen das anders. Sie sprechen von einer Belastung der östlichen Stadtteile. Ihr Wunsch: verschiedene Alternativen erst auszuprobieren, bevor die Brücke kommt. Schließlich würde das erste Auto erst in gut 15 Jahren über die neue Überquerung fahren.

Ein weiterer Diskussionspunkt: die Kosten. Die Gegenseite nennt Gesamtkosten in Höhe von 150 Millionen Euro. Viel zu hoch gegriffen, sagen die Befürworter. Bei einer klaren Mehrheit, trage der Freistaat Bayern die Hauptlast der Kosten.

Das Naherholungsgebiet Englischer Garten wäre von den Baumaßnahmen nicht betroffen. Allerdings werde in Teile des Auwalds eingegriffen. Das gab Gmehling zu. Die Brückengegner befürchten allerdings, dass rund drei Hektar Wald abgeholzt werden.

Nach gut drei Stunden und einer mehr oder weniger sachlichen Diskussion trennten sich die Parteien. Vom 10. bis 24. Oktober dürfen die Neuburger per Briefwahl entscheiden: für oder gegen eine zweite Donaubrücke.