Zwei Drittel verschlafen: ERC Ingolstadt unterliegt Straubing Tigers

Ingolstadt (intv) „Ein Kampf um jeden Millimeter“ würde es werden, so hatte es ERCI-Kapitän Patrick Köppchen vor dem 1. Pre-Playoffs Spiel gegen die Straubing Tigers noch angekündigt. Den ersten Kampf haben die Niederbayern nun für sich entschieden. Das Spiel in der Saturn Arena endete 3:4 (0:2, 1:2, 2:0).

Straubing konnte die Partie vor allem deswegen für sich entscheiden, weil die Ingolstädter die ersten beiden Drittel nahezu gänzlich verschlafen haben. Vor allem in den ersten zwanzig Minuten ließen die Panther immer wieder gefährliche Konterchancen zu, die die Gäste zweimal eiskalt ausnutzten. In der 3. Minute wechseln die Panther gerade, als der lange Pass auf Sean O’Connor kommt. Der zieht ab zum 1:0 für die Straubinger. Im weiteren Verlauf sind die Panther zu zaghaft. Die Gäste immer wieder mit gefährlichen Gegenstößen wie in der 14. Minute, als David Elsner die Scheibe an der gegnerischen Blauen Linie unglücklich verliert. Ryan Bayda sieht Martin Hinterstocker und der trifft zur 2:0 Führung. Die Versuche der Ingolstädter bleiben im 1. Drittel einfach zu ungenau.

Im Zweitenspielabschnitt sind es zunächst die Panther die Matt Climie, den Torhüter der Straubinger immer wieder prüfen, aber keine Mittel finden, um den Puck an dem Kanadier vorbei zu schieben. Sowohl Laliberte (21.), Irmen (21.), also auch Ross (22.) bleiben mit ihren Versuchen erfolglos. In der 27. ist es dann Sebastian Osterloh, der Timo Pielmeier mit dem Bauertrick überlisten will. Aber der Ingolstädter Torhüter ist hellwach und schiebt sich in letzter Sekunde zwischen Scheibe und Tor. Nur eine Minute später. Wieder versucht sich Danny Irmen an Matt Climie. Den Schuss kann er noch blocken, aber Irmen sieht Alexander Barta. Der Petr Taticek und der macht den 1:2 Anschlusstreffer (28.). Die Ingolstädter versuchen sich weiter, sind aber in letzter Instanz nicht konsequent genug. Wie schon im ersten Drittel nutzen die Straubinger die Möglichkeit zum Kontern. Dieses Mal über Mike Hedden und dann Maury Edwards völlig frei zum 1:3 in der 32. Minute. Nur zwei Minuten später, wie sollte es anders sein, wieder ein Konter. Die Gäste machen das Spiel über Schönberger und Yeo schnell und dann ist Thomas Brandl zur Stelle und macht das 1:4 (34.).

Die Kabinenansprache in der zweiten Pause hat dann zwar endlich Wirkung gezeigt. Aber wie sich am Ende herausstellte zu spät. Die Panther eröffnen den Schlussabschnitt mit einem schnellen Tor. Martin Davidek mit dem schnellen Zuspiel auf John Laliberte und der zimmert die Scheibe zum 2:4 über die Linie und lässt wieder Hoffnung aufkeimen. Selbst als die Panther ab der 45. Minute für zwei Minuten in Unterzahl weiter spielen (Strafe gegen McNeill wegen Behinderung) üben sie zunehmend Druck auf die Tigers aus. In der 49. Minute sind es dann die Schanzer, die in Überzahl auf dem Eis stehen und immer wieder Schüsse auf das Tor von Climie abgeben. Eine Sekunde vor Ende des Powerplays ist es dann wieder Petr Taticek dem der 3:4 Anschlusstreffer gelingt (51.). Trotz weiterer Möglichkeiten sollte es das aber dann gewesen sein.

Der ERC Ingolstadt unterliegt im 1. Pre-Playoffs-Spiel und ist nun mächtig unter Druck. Das Spiel am Freitag in Straubing müssen die Panther für sich entscheiden. Sonst ist die Saison offiziell zu Ende.