Zurück zur Natur – Renaturierung der Donau

Ingolstadt (intv) Die Donau in ihre ursprüngliche Dynamik und Strömungsstruktur zurückführen. Das das hauptsächliche Ziel des Uferrückbaus am nördlichen Donauufer unterhalb der Staustufe. Im 19. Jahrhundert wurde der Fluss durch Begradigungen und Staustufen massiv verändert. Heute will man dem Gewässer seinen natürlichen Verlauf zurückgeben. Das Wasserwirtschaftsamt hat heute zusammen mit dem städtischen Umweltamt eine erste Renaturierungsmaßnahme vorgestellt. Der etwa 200 Meter lange Renaturierungsabschnitt reiht sich ein in die Maßnahmen, durch die die Natürlichkeit des Flussverlaufs zurückgewonnen werden soll: „Die Natur weiß am Besten, was hier die richtige Pflanzen- und Tierwelt ist. Hier kann jetzt wieder das Leben entstehen, das an die Donau gehört,“ berichtet Thomas Schneider vom Umweltamt stolz nach Fertigstellung der Renaturierungsmaßnahme.
„Die Donau ist ursprünglich in einem sehr engen Korsett im Ingolstädter Bereich. Wir haben hier eine sehr starke Versteinung, sehr steile Uferböschungen und das ist natürlich für die Gewässerstruktur und Dynamik eher negativ. Deshalb haben wir mit dieser Maßnahme veranlasst, dass hier wieder ein natürlicher Zustand der Donau ensteht, dass sich Flusswasserzonen entwickeln, wo Fische und andere Kleinlebewesen leben und sich auch vernehmen können“, so Holger Pharion vom Wasserwirtschaftsamt. Alles natürlich im Einklang mit dem Hochwasserschutz. Aber auch das Naherholungsgebiet Donauufer wird aufgewertet: Ein Stück des Treidelwegs hat das Wasserwirtschaftsamt in Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt etwa 20 Meter nach hinten verlegt und auf zwei Meter verbreitert. Kostenpunkt insgesamt: Rund 90.000 Euro.

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