Zurück ins Tal: Altmühltaler Schafe ziehen ins Winterlager

Kipfenberg (intv) Das Altmühltaler Lamm vereint Naturschutz und Kulinarik. Die Tiere stehen den Sommer über auf den sonnenreichen Weiden und grasen fröhlich Kräuter. Weil es aber langsam Winter wird, stand an diesem Wochenende der Abtrieb ins Winterlager an. Das Ereignis wurde von einem kleinen Fest und vielen Neugierigen begleitet.

Die Protagonisten des 15 Lammabtriebs im Kipfenberger Ortsteil Böhming ließen heuer auf sich warten. Die wollige Herde war aufgeregt und nahm daher nicht unbedingt den kürzesten Weg ins Tal. Zwei Hütehunde und knapp 20 Ziegen, die ebenfalls zur Herde gehören begleiteten die Schafe. Schäfer Tobias Maile kümmert sich alleine um seine knapp 300 Tiere.
Zu seinen Aufgaben gehört aber nicht nur die Pflege der Schafe, sondern auch der Anbau des Futters für den Winter. Dann stehen neben Silage, Heu und Stroh auch Getreide, Rübenschnitzel und mehr auf dem Speiseplan.

Nachdem die Vierbeiner ihr Zwischenlager erreicht hatten, richtete sich der Fokus wieder auf die Zweibeiner. Zu Gast waren nebst Bürgermeister Christian Wagner unter anderem der bayerische Justizminister Winfried Bausback, einige Landtagskandidaten des Bezirks und die „Adligen“, allen voran die Altmühltaler Lammkönigin. Sie alle lobten die Arbeit der hiesigen Schäfer. Die Schafe trügen einen wichtigen Teil dazu bei, dass die Wacholderweiden als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten blieben und nicht verwaldeten.

Die Ziegen erfüllen dabei den gleichen Zweck, mögen aber auch die härteren Unkräuter, die die Schafe stehen lassen.
Ganz nebenbei festigen die Paarhufer auch gleich den Boden. Das mach ihn widerstandsfähiger gegen Erdrutsche.

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