Zur Sache: Gefahr von Wildunfällen

Pfaffenhofen (intv) Allein im Zeitraum von Januar bis September diesen Jahres gab es in Bayern 50.000 Wildunfälle. Dabei wurden 400 Menschen verletzt, einer starb. An den Autos entstanden immense Sachschäden. Immer wieder unterschätzen die Autofahrer die Gefahr, die ihnen an Waldgebieten droht. Dabei sind die Gefahrenzonen durch Wildwechselschilder zumeist deutlich gekennzeichnet. Besonders gefährlich sind Straßen, die für die Tiere einen Übergang vom Wald zu einem Feld bieten. Der Wald ist das natürliche Einstandsgebiet des Wildes, in dem es sich tagsüber aufhält. Die Felder bieten den Tieren zu jeder Jahreszeit eine Nahrungsquelle, weshalb sie vor allem in den Dämmerungszeiten diese aufsuchen. Es kommt an solchen Stellen somit zu häufigem Wildwechsel.

Ist Wild am Straßenrand zu sehen gilt es abzubremsen und das Lenkrad festzuhalten. Ist das Fernlicht an, so muss unbedingt abgeblendet werden, damit das Tier nicht irritiert wird. Dem Tier auszuweichen ist jedoch nicht ratsam, da durch Ausweichmanöver meist schwerere Unfälle passieren als durch eine Kollision mit Wild.

Um die Waldtiere von der Straße fernzuhalten wurden bereits mehrere Methoden erprobt. Am wirksamsten ist ein Zaun, jedoch ist es unmöglich, alle Straßen damit zu sichern. Deshalb findet man nun immer häufiger an den Straßenbegrenzungspfosten den sogenannten „blauen Wildwarnreflektor“. Das Blau kommt in der Natur der Tiere nicht vor und ist deshalb eine Warnfarbe für diese. Zudem reflektiert er das Licht der Autos so, dass sich das Licht bewegt und das Wild so zusätzlich gewarnt wird.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kommt es in der Region immer wieder zu Kollisionen mit Wild. Im Landkreis Pfaffenhofen sogar besonders häufig. Dort wurden in diesem Jahr bereits mehr als 700 Wildunfälle verzeichnet.

Die Unfallhäufigkeit ist das ganze Jahr über beinahe gleich. Es gibt jedoch bestimmte Tageszeiten, in denen die Tiere häufiger die Fahrbahn überqueren. Dazu zählen die Nacht und die Dämmerungszeiten.

Konnte, trotz aller Vorsicht, ein Zusammenstoß mit einem Tier nicht vermieden werden, sollten Sie besonnen handeln. Liegt das Tier noch auf der Straße, entfernen Sie es von dieser und sichern Sie die Unfallstelle ab. Liegt es dort nicht mehr, fahren Sie zur nächsten Polizeiinspektion, um den Unfall zu melden. Die Polizei wird dann alles Weitere veranlassen. Dort bekommen Sie auch eine Wildunfallbestätigung, die wichtig ist, wenn der Schaden von der Versicherung beglichen werden soll.

Den Gang zur Polizei kann man vermeiden, indem man in Waldgebieten grundsätzlich langsam und vorausschauend fährt. So wird nicht nur das eigene Leben, sondern auch das der Tiere geschützt.

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