Zeitzeuge zu Besuch

Kösching (intv) Noch mit 95 will er seine Geschichte erzählen. Der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer war am Montag an der Realschule Kösching zu Besuch. Er berichtete den neunten und zehnten Klassen von seinen Erlebnissen und der NS-Zeit. 1920 wurde Mannheimer in der Tschechoslowakei geboren. 1943 wurde er zusammen mit seiner damaligen Frau Eva, seinen Eltern und seinen drei Geschwistern in das Ghetto Theresienstadt deportiert und kurz darauf nach Auschwitz-Birkenau weitergeleitet. Gemeinsam mit seinem Bruder Edgar überlebte er auch noch das KZ Warschau, das KZ Dachau und dessen Außenlager. Mannheimer arbeitete als Kaufmann und ist außerdem Buchautor und Maler. Er besucht immer wieder Schulen, um als Zeitzeuge von seiner Geschichte zu erzählen.