Würdevolle Wegbegleitung

Neuburg/Schrobenhausen (intv) Tabuthema Sterben: Die Beschäftigung mit dem Tod wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden und deshalb verdrängt. Nicht so bei Hospizhelfern. Diese ehrenamtlich tätigen Personen begleiten Sterbende auf ihrem letzten Weg. In Schrobenhausen gibt es seit 16 Jahren eine Hospizgruppe, die sich nun mit dem Neuburger Hospizverein zusammengeschlossen hat. „Die Fusion bringt viele Vorteile für unsere Arbeit. Wir können demnächst vielleicht sogar Schulungen anbieten“, so Walburga Roth, die die Schrobenhausener Gruppe leitet.

„Früher waren Menschen in der Endphase ihres Lebens zuhause, man nahm sich Zeit für sie“, sagt Johanna Scheuermeyer vom Hospizverein Neuburg. „Das Sterben hat sich in Krankenhäuser verlagert, dort herrscht Hektik und Terminstress“. Die Helfer besuchen deshalb schwerstkranke und sterbende Menschen nicht nur in Kliniken, sondern auch zuhause, in Alten- und Pflegeheimen oder stationären Hospizen. Ein solches befindet sich seit knapp 5 Jahren in Ingolstadt. „Der Bedarf an Plätzen ist groß, und wir können hier auch schmerzlindernde Palliativversorgung bieten“, so Anke Thiede, Leiterin des Elisabeth Hospiz. Die freundlich eingerichteten Räume bieten bis zu 13 Menschen eine letzte Herberge.

Die Hospizvereine der Region, die es auch in Pfaffenhofen, Ingolstadt und Eichstätt gibt, suchen weiter Ehrenamtliche für die Tätigkeit als Sterbebegleiter. „Man lernt dabei auch viel über sich selbst“, sagt Heidi Leimbeck, die seit 7 Jahren für die Schrobenhausener Gruppe tätig ist. Und Hospizhelfer Wolfgang Kaube aus Neuburg fügt hinzu: „Die Arbeit ist nicht belastend, sondern macht irgendwann richtig Freude“.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar