„Wrede“-Prozess: Angeklagter sagt aus

Ingolstadt (intv) Es war am 3. September vor zwei Jahren, als der stadtbekannte Trainer und Kampfsportpromoter Mario Wrede auf offener Straße erschossen wurde. Vorausgegangen war ein Streit mit seinem Geschäftspartner, der bereits nach wenigen Minuten eskalierte. Heute hat sich der Angeklagte Peter F. vor dem Landgericht Ingolstadt zur Tat geäußert und seine Sicht der Dinge dargestellt. Gleich zu Beginn der Verhandlung hat sich der 47-Jährige bei der Mutter des Opfers entschuldigt, die den Prozess als Nebenklägerin verfolgt. „Ich wollte ihn nie umbringen“, so die Worte des Kampfsportlers, der im Gerichtssaal den Anschein macht, als würde er die Tat aufrichtig bereuen. Rückblick – 3. September 2013, 8 Uhr morgens: Peter F. besucht seinen Geschäftspartner Mario Wrede. Es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung, woraufhin Wrede eine Waffe auf ihn gerichtet haben soll – mit den Worten „pass auf deine Kinder auf“. Heute hat der Angeklagte den Vorsitzenden erklärt, er wollte die Pistole lediglich umdrehen. Daraufhin kam es zu einer Rangelei, woraufhin sich ein Schuss löste. Das Fatale: Als das Opfer schon angeschossen am Boden lag, hat Peter F. noch einmal auf ihn eingeschlagen. „Ich dachte, dass ich getroffen wurde, weil ich an der Hand verletzt war“, so der 47-Jährige. Dennoch gestand er heute vor dem Landgericht Ingolstadt, dass er sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unter Kontrolle hatte. Die Verhandlung wird am Montag fortgesetzt.