Wohin mit der Jugendherberge?

Ingolstadt (intv) Wohin mit der Jugendherberge? Diese Frage wurde gestern im Stadtentwicklungsausschuss diskutiert. Dass eine neue Jugendherberge benötigt wird, darüber waren sich alle einig. Die jetzige Unterbringung im Kavalier Zweibrücken entspricht, von den räumlichen und sanitären Ausstattungen her, nicht mehr modernen Standards und bietet auch zu wenig Kapazitäten. Bauliche Maßnahmen an einem denkmalgeschütztem Gebäude unterliegen strengen Auflagen. Ein Um- und Erweiterungsbau der Jugendherberge ist daher kaum möglich. Deshalb wird laut über einen Neubau nachgedacht, der ein ganz anderes Potenzial als das historische Gebäude haben soll. 160 Betten in 50 Zwei-Drei- und Sechsbettzimmern. 30.000 Übernachtungen im Jahr sollen so abgedeckt werden. Im Vergleich dazu hat die jetzige Jugendherberge 13.000 Übernachtungen im Jahr bei 80 Betten vorzuweisen. Somit soll das neue Gebäude mehr als doppelt so groß werden. Ein entsprechend großes Gelände hierfür scheint bereits gefunden. Wenn das alte Hallenbad abgerissen wird, so sei dies der ideale Standort für die neue Jugendherberge, so Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle. Die Nähe zum neuen Sportbad, zur Donau und zur Altstadt sei ideal für die meist jungen Gäste einer Jugendherberge. Die Ausschussmitglieder sahen zwar die Vorteile des Hallenbadstandortes, befanden aber, dass zu wenig Alternativen geprüft wurden. So hatte Stadtrat Christian Lange bereits einen anderen Standort im Sinn. Er schlug den hinteren Teil des ZOB als mögliche Baufläche vor. Hier würden die Busse ohnehin nur geparkt werden, so Lange. Oberbürgermeister Christian Lösel stimmte zu, die Fläche als möglichen Bauort prüfen zu lassen, war sich jedoch bereits relativ sicher, dass diese zu klein für eine Jugendherberge des geplanten Ausmaßes sei.

Eine Einigung auf einen neuen Standort wurde in der Sitzung nicht gefunden. Das Thema wurde zurück in die Fraktionen verwiesen.

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