Wissenstransfer: Moldawier lernen deutsche Arbeitsagentur kennen

Ingolstadt (intv) Es gilt als eines der ärmsten Länder Europas: Moldawien – ein Binnenstaat angrenzend an Rumänien und die Ukraine. Ein EU-Beitritt ist zwar noch nicht in Sicht, mittelfristig soll es aber eine Annäherung geben, so wünscht es sich knapp die Hälfte der Moldawier. Um deutsche Arbeitsweisen kennen zu lernen, besucht eine Gruppe aus Moldawien die Arbeitsagentur in Ingolstadt. Denn die hilft der moldawischen Arbeitsvermittlung beim Aufbau der Verwaltung.“Wir haben viel davon gehört, wie die Arbeitsweise der deutschen Bundesagentur für Arbeit ist. Unser Ziel für unsere Studienreise war, mehr über die Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern hier vor Ort zu lernen, um für unsere eigene Arbeit Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Wir wollen diesen Bereich erweitern“, erklärt die stellvertretende Leiterin der moldawischen Arbeitsvermittlung.

Die elfköpfige Gruppe ist eine Woche in Ingolstadt zu Gast gewesen. Vor allem über den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur nehmen sie viele wertvolle Eindrücke mit nach Moldawien: „Wir haben verstanden, dass wir unter unseren Klienten, den Arbeitgebern differenzieren müssen. Es gibt kleine Kunden, aber auch große Unternehmen, die viele Arbeitskräfte aufnehmen können. Das nehmen wir mit, um den Arbeitsmarkt in Moldawien besser beeinflussen zu können,“ so Violeta Vrabie, eine Vertreterin der moldawischen Jobvermittlung.

Sven Neuenfeldt, Leiter der Abteilung „Arbeitgeber-Service“ in Ingolstadt hat das Austauschprojekt von Anfang an, seit 2011 betreut. „Moldawien ist auf einem guten Weg. In den drei Jahren, als ich das erste Mal dort war, hat sich viel getan in diesem kleinen Land.“ Den Wissenstransfer bewertet er als gewinnbringend für beide Seiten.