Windkraft und Energiebilanz: Ilse Aigner im Wolnzacher Rathaus

Wolnzach (intv) Bürgermeister Jens Machold kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Mit der stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidentin und Wirtschaftsminmisterin ist er per Du. Ausführlich betonte Machold, dass die „liebe Ilse“ immer wieder gern in Wolnzach vorbeischaut und erwähnte die vielen Gelegenheiten, bei denen dies bereits der Fall war. Danach durfte Ilse Aigner selbst dann auch zu Wort kommen und sich beim Bürgermeister bedanken. Schließlich kam der Vorsitzende des Planungsverbandes Windkraft zum eigentlichen Thema des Treffens. Manfred Russer stellte die Planung vor, an der alle 19 Gemeinden im Landkreis mitgewirkt haben, um die besten Standorte für Windräder festzulegen. Damit will man unter anderem verhindern, dass fremde Investoren diese Plätze besetzen und die Bevölkerung dann keine Chance mehr hat, sich am Bau von Windkraftanlagen zu beteiligen. Denn das ist erklärtes Ziel, auch der bayerischen Wirtschaftsministerin: Die Bürger sollen Gelegenheit bekommen, an der Wertschöpfung teilzuhaben. Einen solchen Plan für Windräder haben andere Landkreise nicht vorzuweisen. Erst recht keine Energiebilanz, aus der genau hervorgeht, wieviel Strom und Wärme alle 19 Gemeinden im Landkreis verbrauchen. Vom Privathaushalt bis zum Industriekonzern. Ein druckfrisches Exemplar dieser Bilanz konnte Landrat Martin Wolf dann zum Schluss der Ministerin in die Hand drücken. „Das werde ich bestimmt nicht lesen!“ So ihre erste spontane Reaktion, die aber nur als Scherz  gedacht war.

 

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