Widerstand in Großmehring: Geplanter Polder stößt auf Ablehnung

Großmehring (intv) Das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat in einer Studie zum Hochwasserschutz unter anderem nach geeigneten Standorten für Flutpolder suchen lassen. Großmehring scheint dafür besonders geeignet. Bei einer Informationsveranstaltung gestern Abend hat sich gezeigt, dass die Gemeinde das ganz anders sieht. „Es sind sämtliche Bürger der Umgebung auf mich zugekommen und befürchten, dass das Grundwasser in ihren Gebäuden steigt. Wir haben jetzt schon ein Problem durch die Staustufe und wenn der Polder kommt, dann ist die Befürchtung einfach da, dass das Grundwasser zusätzlich nochmal steigt,“ so Bürgermeister Ludwig Diepold. Bei dem geplanten Flutpolder handelt sich dabei um ein Gebiet, das bei Flusshochwasser geflutet werden kann. Im Falle Großmehrings betrifft das eine cirka 480 Hektar große Fläche, die bei einem Hochwasserereignis rund 11 Millionen Kubikmeter Wasser zurückhalten könnte. Im Moment laufen noch die Diskussionen, wie die Entscheidung am Ende ausfällt ist noch völlig offen. Eins aber ist sicher – Großmehring wird sich gegen einen Polder wehren.