Wenn die Existenzängste immer größer werden

Manching (intv) In den vergangenen Wochen haben so einige Manchinger nachts kein Auge zugemacht. Der Grund: Eine gewaltige Mieterhöhung ihrer Wohnungen, die viele schlicht und einfach nicht bezahlen können. Dahinter steckt die GBW-Gruppe, die einige hundert Wohnungen in Manching besitzt. Betroffen sind zwei Gebäude, eines wurde bereits saniert, das andere wirkt heruntergekommen und baufällig. Renate Grimm Milovanovic wohnt hier seit 15 Jahren. Sie soll ab nächstes Jahr 630 Euro Miete im Monat bezahlen – eine Summe, die die schwer behinderte Rentnerin nicht stemmen kann. So wie Renate Grimm Milovanovic geht auch den anderen Bewohnern, darunter viele Ausländer, Rentner, Menschen mit Behinderung, alle sozial schwach.
Die GBW nimmt gegenüber intv schriftlich Stellung zur Mieterhöhung. Sie begründet den Schritt mit der geplanten energetischen Sanierung der Gebäude. Außerdem weißt das Wohnungsunternehmen darauf hin, dass sie ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen ist und die Mieterhöhung rechtich zulässig sei. Der Markt Manching sieht die Erhöhung als existenzgefährdend, und auch die Politik schaltet sich ein. „Das Unternehmen hat sich sozial nichts vorzuwerfen, aber wenn sich in drei Jahren die Mieten so extrem erhöhen und man das mit seinem eh schon geringen Einkommen bezahlen muss, wird das Ganz schön schwierig“, so CSU-Ortsvorsitzende Birgid Neumayr. Die Mieten sollen von deutlich unter 7 Euro pro Quadratemter auf 9,55 steigen.