Weniger Verkehrstote, mehr Fahrradunfälle in Neuburg

Neuburg a.d. Donau (intv) Jugendverkehrserziehung, Schulbustraining und Fahrsicherheitsübungen. Nur einige Aktionen, die sich die Kreisverkehrswacht Neuburg Jahr für Jahr vornimmt. Der Verein schreibt sich seit 1953 mehr Sicherheit im Straßenverkehr auf die Fahne.

Im Rahmen der gestrigen Jahresmitgliederversammlung der Kreisverkehrswacht stellte die Neuburger Polizei ihre aktuelle Unfallstatistik vor. Sie zeigt, dass die Bemühungen wahrnehmbar Früchte tragen. Denn 2014 ereigneten sich weniger Verkehrsunfälle, vor allem weniger tödliche Unfälle, so Werner  Schade, Polizeihauptkommissar in Neuburg. „Es gibt auch das Programm des Innenministeriums ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘. Hier versuchen wir natürlich auch im Rahmen der Unfallkommission, bei der ich selbst tätig bin, Unfallschwerpunkte zu erkennen und wenn möglich zu beseitigen.“

Dabei legt die Polizei ein besonderes Augenmerk auf die B 16. Waghalsige Überholmanöver und Drängeln vor Ungeduld sind hier an der Tagesordnung. „Es gibt keinerlei Möglichkeit ohne Risiken zu überholen. Hier würde sich eine dritte Spur wie bei der B300 zwischen Schrobenhausen und Aichach anbieten“, so Schade.

Konkret haben sich vergangenes Jahr rund 2400 Unfälle im Landkreis ereignet, gut 100 weniger als im Vorjahr. Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Neuburg ist die Zahl ebenfalls zurückgegangen. Allerdings treten vermehrt Fahrradunfälle auf. Da will die Polizei künftig mit stärkeren Kontrollen gegenwirken, erklärt Schade. Und auch die Verkehrswacht, allen voran Geschäftsführer Peter Schulz und Vorsitzender Ingolf Süß, kämpft gegen diesen Trend an. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Jugend- und Kindererziehung. Mithilfe der Polizei bilden wir Zweit- und Viertklässler im Fahrradfahren aus“, berichtet Schulz.

So absolvierten 2014 mehr als 500 Kinder den Fahrradführerschein in Neuburg. Schon den Jüngsten werden dank der Aktionen des Vereins die Gefahren des Straßenverkehrs nähergebracht.