Welturaufführung zum 1200-jährigen Jubiläum

Wolnzach (intv) Eine Welturaufführung musste es schon sein. Drunter geht es nicht, wenn Wolnzach runden „Geburtstag“ feiert. Am 01.07.814 nach Christus ist die Marktgemeinde zum ersten mal in einer Urkunde erwähnt worden. Als Geschenk an den Bischof zu Regensburg für seinen Dom, wie Jens Machold im Interview mit intv erläutert. Der Bürgermeister war es auch, der eine Hymne für die Marktgemeinde angeregt hat. Doch der Komponist, ein hiesiger Berufsmusiker, wollte statt einer Hymne lieber einen Marsch schreiben. Schließlich gäbe es dafür viel mehr Gelegenheiten zur Aufführung, meint Fritz Winter. Nicht nur bei den feierlichsten Anlässen, wie bei einer Hymne üblich, sondern auch im Bierzelt oder bei Standkonzerten. Ein solches fand am Dienstag Abend vor dem Rathaus statt. Eingeleitet wurde die Feier mit einem Sternmarsch aus drei Richtungen. Trommler in historischen Kostümen trafen dann zwischen Rathaus und katholischer Kirchen aufeinander. Dort schlugen sie sich am Schluß virtuos in tänzelnder Bewegung gegenseitig auf die Trommeln. Danach gab es das allererste aufeinander abgestimmte Glockengeläut zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche. Die Marktkapelle führte darauf mit Musikstücken durch die 1200 Jahre der Geschichte Wolnzachs. Schließlich stopften die Böllerschützen ihre Schießeisen und ließen es sauber krachen. Damit kündigten sie die weltweite Première des Wolnzachmarsches an. Das neue, eigene Lied wurde von verschiedenen Chören und dem Publikum gesungen. Das hat übrigens bewiesen, dass es auch ohne Alkohol fröhlich sein kann. Denn die ersten eineinhalb Stunden der Veranstaltung wurden keinerlei Getränke ausgeschenkt.