Weihbischof besucht Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Fast zwei Jahre ist es jetzt her, dass Pfaffenhofen in Aufruhr war: Dem damaligen Stadtpfarrer wurde im Mai 2016 sexueller Missbrauch vorgeworfen. Kurz darauf hat die Staatsanwaltschaft Ingolstadt die Ermittlungen allerdings wieder eingestellt, da sie keine Hinweise auf einen Missbrauch gefunden hat. Am Wochenende waren nun Vertreter der Diözese Augsburg in Pfaffenhofen – auch, um sich ein Stimmungsbild von der Pfarrgemeinde zu machen.

Der Höhepunkt des Besuchs von Weihbischof Florian Wörner war ein Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Anschließend konnten ihm die Gemeindemitglieder im Pfarrheim noch ihre Anliegen vortragen. Dabei vermittelten die meisten, dass das Thema Missbrauchsvorwurf für sie abgeschlossen ist. Wörner sagte gegenüber intv, „Diese Zeit, die herausfordernd war, war natürlich auch Thema, aber nicht im Mittelpunkt. Ich hab den Eindruck gehabt, man schaut nach Vorne und möchte in die Zukunft gehen, hat vor allem auch im Blick, dass Pfaffenhofen eine wachsende Stadt ist. Wir sind hier zwischen Ingolstadt und München, viele Menschen ziehen hier her. Die Stadt lebt, es wächst auch das kulturelle Leben und als Pfarrei das wahrzunehemen, die Leute, die hier herziehen im Blick zu haben, sie anzusprechen, sie einzuladen, das war ein starkes Thema, unter anderem auch im Pfarrgeimeinderat.“

Vor rund 13 Jahren war der letzte Pastoralbesuch in Pfaffenhofen, dabei ist im Kirchenrecht verankert, dass alle zehn Jahre ein Bischof die Gemeinden besuchen soll. In einer großen Diözese wie dem Bistum Augsburg mit rund 1000 Pfarreien ist das allerdings nicht möglich. Florian Wörner hat im letzten Jahr 17 Pfarreien besucht. Im neuen Jahr ist Pfaffenhofen die erste von insgesamt neun Pfarreien, die der Weihbischof besuchen wird.