Wechselfallenbetrüger unterwegs

Ingolstadt (intv) Aufgrund des vermehrten Auftretens von sogenannten Wechselfallenbetrügern in den vergangenen Tagen warnt die Kriminalpolizeiinspektion vor dieser Betrugsmasche.

Insgesamt sechs derartige Fälle, die sich seit dem 20.02.2013 im Raum Ingolstadt ereigneten, wurden bisher bei der Kriminalpolizei bekannt. Bankfilialen, Supermärkte und auch ein Schuhgeschäft wurden von den meist zu zweit auftretenden Tätern für ihre Betrugstaten aufgesucht.

Erstmalig war am am Donnerstag, 20.02.2014 ein Schuhgeschäft in der Moritzstraße Ziel eines Betrügerpärchens. Gegen 17 Uhr schafften es dort ein circa 35- jähriger Mann und eine circa 25 Jahre alte Frau die Kassiererin beim Bezahlvorgang so weit abzulenken, dass das Täterpärchen unbemerkt mehrere Geldscheine einstecken konnte. In ähnlicher Weise gingen dann am Montag, 24.02.2014 zwei weibliche Täterinnen in einem Supermarkt in der Despagstraße vor. Die beiden scheiterten gegen 15:30 Uhr allerdings mit ihrem Versuch durch Bezahlung mit einem größeren Geldschein die Supermarktangestellten abzulenken, so dass sie keine Geldscheine an sich bringen konnten.

Bereits am Vormittag des gleichen Tages waren ein Mann und eine Frau in eine Bankfiliale in Manching gekommen und wollten sich dort mehrere 500 Euro Scheine wechseln lassen. Schließlich verlangten die beiden noch die Auszahlung in Dollarscheinen. Nachdem dies nicht möglich war, wurden die 500 Euro-Scheine wieder zurück gefordert. Während dieser Wechselvorgänge gelang es dem Pärchen unbemerkt mehrere 100 Euro-Scheine einzustecken. Am selben Tag versuchte das gleiche Paar diese Masche bei zwei weiteren Bankfilialen in der Goethestraße und am Rathausplatz in Ingolstadt zu wiederholen. Hier blieben die Ablenkungsmanöver des Täterpärchens aber erfolglos.

Nach dieser Häufung derartiger Fälle in den letzten Tagen schließt die Kripo Ingolstadt nicht aus, dass die Täter weiterhin versuchen werden auf diese Art und Weise bei Wechselvorgängen Geld an sich zu bringen. Besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit für das an Kassen eingesetzte Personal ist dann geboten, wenn sich bei Wechsel- oder Bezahlvorgängen immer wieder der Wunsch des „Kunden“ ändert und das Personal durch ständiges Einreden abgelenkt wird.

Die Kripo sucht im Zusammenhang mit dem Betrugsfall in Manching nach einem dunklen VW Passat mit rumänischem Kennzeichen. Mit diesem war das Paar mit südländischem Aussehen offenbar unterwegs. Wer nähere Angaben zu diesem im Umfeld der Bank beobachteten Pkw beziehungsweise zu dem Täterpärchen machen kann, ist aufgerufen sich bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0841/9343-0 zu melden.