Wanderausstellung: „Minijob- da geht noch mehr!“

Ingolstadt (intv) Diese Zahlen sollten vor allem Frauen aufhorchen lassen: 15 Jahre einen Minijob ausüben, bringt gerade einmal 70 Euro Rentenzuwachs. Vor allem während der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen üben Frauen nur eine Nebentätigkeit auf 450 Euro-Basis aus, obwohl genau hier enorm viel Potenzial schlummert.

Für Studenten oder Rentner als Zubrot, oder als Einstieg in den 1. Arbeitsmarkt, ja – aber insbesondere Frauen im erwerbsfähigen Alter sollten sich nicht mit einem Minijob zufrieden geben. „Oftmals sind es ja studierte, gut ausgebildete Fachkräfte, wobei wir ja auch immer vom Fachkräftemangel sprechen. Und da geht es uns darum, die Frauen zu mobilisieren, zu aktivieren, mitzunehmen, sich zu orientieren, welche Möglichkeiten habe mit meiner Berufsausbildung, mit meiner Qualifikation wieder ins Berufsleben einzusteigen“, erklärt Nadine Seipelt, sie ist bei der Agentur für Arbeit Ingolstadt Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.

Mit 7,4 Millionen hat Deutschland europaweit den größten Anteil an Minijobbern, 4,5 Millionen davon Frauen. In der Stadt Ingolstadt sind es 12.400 Menschen in geringfügiger Beschäftigung.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ingolstadt, Anja Assenbaum, mahnt in diesem Zusammenhang an: „Ehemänner sind keine Altersvorsorge“.

Die Wanderausstellung „Minijob – da geht noch mehr“ ist noch bis Freitag im Jobcenter Ingolstadt, im Sozialen Rathaus zu sehen. Danach tourt sie durch die Region, unter anderem beim Aktionstag „Frauen und Rente“ Ende April in Neuburg und Anfang Mai in Eichstätt.