Waidmannsheil vor der Hauptjagdzeit

Pfaffenhofen (intv) Mit dem November hat für die Jäger in der Region die Hauptjagdzeit auf Schwarzwild begonnen. Passend dazu holen sich die Männer in Grün den Hubertussegen ab. Der soll sie daran erinnern, bei der Jagd auf die Umwelt zu achten. Bevor es in die Wälder der Region geht, hat der Jagdverband Pfaffenhofen bei der Hubertusfeier am Wochenende auch Bilanz gezogen.

Die Hubertusfeier ist ein wichtiger Tag für die Jäger im Landkreis Pfaffenhofen. Und wenn der Chef der Bayerischen Jäger persönlich vorbeikommt, ist der Saal voll. Jürgen Vocke, der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes hat die Festredegehalten und da gleich das ein oder andere Sorgenkind der Jäger erwähnt. Zum Beispiel die Agrarstrukturreform, die Felder und Maschinen größer werden ließ.

Vocke sprach noch weitere Verbesserungspunkte an. So gebe es zu wenig Schießstände in Bayern und damit kaum Möglichkeiten für Jäger, den Umgang mit der Waffe zu üben. Und auch die großen Maisfelder am Straßenrand bereiten dem Jäger Sorgen. Vor allem, wenn zwischen Feld und Straße noch schöne Blumenwiesen angesäht werden. Denn die würden das Wild erst anlocken. Zusammen mit dem ADAC wollen die Jäger nun für lebensunwirkliche Flächen am Straßenrand sorgen, damit Wildtiere erst gar nicht in Straßennähe kommen.

Bei den Jägern in Pfaffenhofen ist die Stimmung aber gut. Es gibt genug Wild in den Wäldern und auch genug Jägernachwuchs, der sich um das Wild kümmert. Die Jägerschule in Pfaffenhofen ist gut besucht.

Die Jäger sind wichtig für den Landkreis Pfaffenhofen. Denn sie regulieren nicht nur den Wildbestand, sondern sind auch für einen Großteil der Umweltpflege zuständig. Aber natürlich gehört das Schießen auch zum Alltag eines Jägers. Zur Freude einiger Gourmets, wenn das frische Fleisch wie bei den Hallertauer Wildwochen direkt auf dem Teller landet.