Wahlkampf geht in die nächste Runde

Ingolstadt (intv) Es soll dynamischer und frecher zugehen als bei den bisherigen OB-Diskussionen, versprach Simon Trockel, Vorstand der Wirtschaftsjunioren, zu Beginn des Abends. Das hatte sich auch Moderator Christian Wilhelm vorgenommen. Er wollte das  “Kandidatenmikado“, nach dem Motto wer sich als Erster rührt, verliert, endlich beenden. Gesagt, getan. Um die Stimmung am Anfang aufzulockern, hatten sich die Veranstalter ein Quiz über Ingolstadt ausgedacht. Christian Lösel entpuppte sich dabei als „Streber der Runde“, wie ihn Christian Wilhelm bezeichnete. Anschließend ging es wieder etwas ernster zu auf der Bühne. So sollten die Kandidaten kurz erläutern, wie sie zum Thema Wirtschaftsförderung stehen. Ein Punkt, der den Wirtschaftsjunioren besonders am Herzen liegt. Während Karl Ettinger und Raimund Köstler angaben, nicht viel davon zu halten, konnte Lösl wieder mit Fachwissen punkten: „Es ist wichtig, dass wir in Ingolstadt Existenzgründer unterstützen, wir müssen die berufliche Bildung genau so stärken wie die Hochschulbildung. Zur Zeit wird das Tilly Wohnheim gebaut, damit Lehrlinge vor Ort wohnen können“, so Lösl. Anschließend plätscherte die Veranstaltung immer langsamer vor sich hin. Donauquerung, Kongresszentrum, Kultur- und Kreativwirtschaft. Themen, zu denen die Politiker in den vergangenen Wochen zu genügend Stellung genommen hatten. Unterhaltungswert hatte der gestrige Abend auf alle Fälle. Über den Informationswert lässt sich allerdings streiten. Die Zuschauer harrten aber geduldig bis zum Ende der Veranstaltung aus. Vielleicht auch deshalb, weil ein Großteil davon Parteimitglieder waren.

 

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