Vortrag von Schmetterlingsforscher Andreas H. Segerer im Café JUL in Mühlhausen

Mühlhausen (intv) Bunte Schmetterlinge die sanft von Blüte zu Blüte gaukeln, sie sind ein Sinnbild für den Artenreichtum im Frühling und Sommer. Aber sie werden auch immer seltener, denn ihre Lebensräume werden immer häufiger zerstört. Einer der darüber bestens Bescheid weiß ist der Biologe Dr. Andreas H. Segerer. Der Schmetterlingsforscher arbeitet an der Zoologischen Staatssammlung München und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Vorkommen von Schmetterlingen in Bayern. Die Lage, so der Wissenschaftler, sei ernst. Über 75 bis 80 Prozent der Insekten sind laut der sogenannten Krefeld-Studie in den vergangenen 30 Jahren aus Deutschland verschwunden. Bei seinem Vortrag in Mühlhausen nahm der Forscher auch Bezug auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Er ergänzte es um die Forderung: „Rettet die Bienen und die Bauern“, denn viele bäuerliche Familienbetriebe in Bayern sehen sich nach Meinung des Biologen, durch die Industriealisierung der Landwirtschaft in ihrer Existenz bedroht.