Vor der Landratswahl: das sind die vier Kandidaten

Neuburg/Schrobenhausen (intv) Bald heißt es für die Landkreisbürger aus Neuburg-Schrobenhausen Kreuzchen setzen, denn am 20. Januar ist die Landratswahl. Damit Sie einen Eindruck von den Amtsanwärtern bekommen, stellen wir Ihnen die vier Kandidaten vor.

Peter von der Grün und Werner Widuckel. Zwei unterschiedliche Charaktere. Ein Jurist und ein ehemaliger Konzernvorstand. Der eine jung und dynamisch, der andere erfahren und belesen. Trotzdem verbindet sie eines: Ihr politisches Interesse kommt aus dem Elternhaus. Ebenso sind sich die Beiden bei ihren politischen Zielen einig. Bildung und Gesundheit stehen im Vordergrund. Dabei liegt der Fokus auf der Erhaltung von dem Kreiskrankenhaus in Schrobenhausen. Bildungstechnisch möchte von der Grün weiterhin die Bildungspolitik erhalten. Darunter der Ausbau vom Neuburger Gymnasium.

Der Sozialdemokrat Widuckel will ebenfalls die angefangene Entwicklung durch den Ringtausch fortsetzen. Außerdem weiß der 60-Jährige aus Karlskron genau, wieso er der bessere Landrat wäre. Dabei kommt dem gebürtigen Niedersachsen seine Vergangenheit als Personalstratege zugute. Er sei jemand, der Gestaltungswillen hat, der etwas verändern möchte. Er wäre erfahren bei der Führung von großen Organisationen und könne das Landratsamt als Team führen.

Peter von der Grün von den Freien Wählern will mit anderen Aspekten Punkten. Als Familienvater und Anwalt für Arbeits- und Baurecht rechnet er sich gute Chancen aus. Außerdem kennt der 46-Jährige den Landkreis, wie seine Westentasche. Er wuchs in Waidhofen auf, machte sein Abitur in Schrobenhausen und zog 2005 nach Neuburg. Mittlerweile wohnt der Anwalt in Bertoldsheim.

Die Kandidaten bleiben während des Wahlkampfes selbstbewusst, denn auch der CSU-Entsandte Fridolin Gößl und der Kandidat von den Grünen, Norbert Mages, wissen genau, welches Oberwasser sie haben. Gößl setzt auf seine Erfahrung als Kommunalpolitiker. Er wisse genau, wie man Gremien führe und theoretische Entscheidungen umsetze. Obwohl der 50-Jährige nicht aus dem Landkreis kommt, hat auch er konkrete Ziele für Neuburg-Schrobenhausen. Er möchte die Zusammenarbeit der Kommunen fördern und unterstützen. Hier könne man nämlich auf den demographischen Wandel und auf die Verkehrsachsen einwirken. Auch im Bereich Bildung und Gesundheit hat der Oberhausener Bürgermeister Ideen, auch für ihn ist das Kreiskrankenhaus in Schrobenhausen ein wichtiges Thema.

Mages sehe seine Unabhängigkeit als Vorteil für das Amt als Landrat. Er wäre nicht darauf angewiesen, dass er wiedergewählt werden müsse. Der Bündnisgrüne Neuburger verfolgt andere Ziele als seine Gegenkandidaten. Dem 59-jährigen Seminarlehrer liegt vor allem die Umwelt am Herzen. Er möchte die gesamte Region darauf aufmerksam machen, dass die 10H-Regelung veraltet ist. Diese sagt nämlich aus, dass die Windräder die 10-fache Distanz von der ersten Siedlung weg sein müssen. Ebenso will der Seminarlehrer die Donautalbahn zweigleisig ausbauen und mit der Paartalbahn elektrifizieren.