Von Malern, Bischöfen und Dreschflegeln

Schrobenhausen (intv) Mit großem Festprogramm, historischen Darbietungen und zünftigen Spezialitäten hat die Gemeinde Aresing am Wochenende ihre 950-Jahr-Feier begangen. Vor allem am Sonntag kamen zahlreiche Besucher zum Festplatz. Dort zeigte der Stammtisch „Die Frühschopperer“ in historischer Tracht handwerkliche Tätigkeiten aus vergangenen Jahrhunderten.

Dabei konnte man dem Besenbinder und Schmied über die Schulter schauen, einen Hackenzylinder begutachten oder aus erster Hand erfahren, wie das früher mit dem Dreschen so war. Einige Aresinger kennen’s noch selbst: „Mit 15 Jahren habe ich das gelernt“, erzählt Josef Braunstetter, der den interessierten Besuchern das Dreschen von Getreide zeigte. „Den Stiel des Flegels muss man laufen lassen, nicht zu fest halten, und der Schlegel muss waagerecht auf die Fläche treffen.“

Über die geschichtsinteressierten Besucher freute sich auch Bürgermeister Horst Rössler (SPD), der im Rathaus viele Relikte der Vergangenheit zusammengetragen hat. „Wir besitzen sogar eine Totenmaske des einstigen Regensburger Bischofs Johann Michael Sailer, der in Aresing geboren wurde“, schwärmt Rössler. Zudem hat die Gemeinde die Grabplatte des Malers Johann Baptist Hofner erworben, auch mehrere seiner Gemälde hängen im Rathaus.

Am 21. September wird in Aresing ein Info-Abend veranstaltet, bei dem ein Geschichtsprofessor der Uni Augsburg Wissenswertes aus der Vergangenheit des Ortes vorträgt. Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen.