Von Eicher bis Fendt – 5. Schleppertreffen in Hundszell

Ingolstadt (intv) Am Sonntag wollten hunderte Begeisterte historische und moderne Landmaschinen bestaunen. Am Bauerngerätemuseum fand zum fünften Mal das Schleppertreffen der Oldtimerfreunde statt. Höhepunkt war eine Vorführung – das Dampfpflügen mit einer der letzten originalen Dampfpfluggarnituren Deutschlands, die sonst im Agrarausbildungszentrum Landshut steht.

So sah das Dampfpflügen Anfang des 20. Jahrhunderts aus: Links und rechts vom Feld steht jeweils eine Dampflokomobile, von denen jede eine Seilwinde hat. Am Seil ist ein Pflug befestigt, der von einer auf die andere Seite gezogen werden kann. Bis zu einem Meter tief konnte man auf diese Weise bis zu 20 Hektar umgraben. Ein Exemplar von Heucke aus Gatersleben von 1928 ist eine von nur noch acht funktionsfähigen Dampfpfluglokomotiven Deutschlands, also vier Gespannen. Für die Oldtimerfreunde ist das Treffen keine Show, sondern gelebte Leidenschaft. Ihre Maschinen sind keine Vorführobjekte, sondern werden noch für Arbeiten eingesetzt. Karl Wein ist stolz auf seinen robusten und sparsamen alten Eicher Bulldog: „Der ist auch jetzt noch immer voll im Einsatz. Das ist das günstigste Fahrzeug, das man so hat. Weil wenn man die (Neuen) hinter uns so anschaut, da verbraucht man in einer Stunde 40, 60 Liter Diesel. Und der gute alte Kamerad, macht halt mal 5 Liter.“

Wer jetzt Dieselluft geschnuppert hat, der sollte am 23. September einen Ausflug nach Ludwigsmoos machen. Dann findet dort das 16. Oldtimertreffen statt.