Von der Interims- zur regulären KU-Präsidentin?

Eichstätt (intv) Sie führt seit knapp anderthalb Jahren die Geschicke der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

In dieser Zeit war es ihre Hauptaufgabe aus dem vorgegebenen Entwicklungsplan konkrete Maßnahmen und vor allem die Finanzierung zu erarbeiten. Bis vor eineinhalb Jahren musste die KU einen Sparhaushalt führen und vier Millionen im Jahr einsparen. Gien hat das Blatt gewendet:

„Es ist eben auf der Grundlage des Berichtes des Maßnahmen- und Strukturplans gelungen, dass wir dauerhaft eine Grundfinanzierung von 5,5 Millionen Euro mehr im Jahr haben, darüber hinaus vom Staat noch einmal drei Millionen mehr im Jahr und projektbezogene Mittel“, zählt Gien auf, „das heißt, dass jetzt finanziell ein ganz anderes Entwicklungspotenzial da ist. Das war eines der Hauptziele.“

Aber nicht nur: Vor allem war es ihr wichtig, die Reputation der Universität nach außen zu stärken.

Das scheint Gien gelungen. Steigende Studentenzahlen, eine finanzielle Basis und das Wohlwollen der Bischofskonferenz bestätigen die Präsidentin in ihrer Entscheidung, sich für das Amt weiterhin zu bewerben. Deshalb hat auch Sie ihren Hut in den Ring geworfen bei der anstehenden Präsidentenwahl.

„Es sind jetzt ganz viele Projekte, die auf hoher Vertrauensbasis, auf hoher Vorkommunikation beruhen und es würde wieder einen großen Verlust bedeuten, wieder ganz von vorne anzufangen. Das war mit ein Motiv für meine Bewerbung, aber auch Ansprachen aus Politik und Kirche, die diesen Wunsch nochmal formuliert haben“, betont Gien.

Sie hat den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache an der KU inne. Das wäre auch ihr Plan B, sollte es nicht noch einmal für das Amt der Präsidentin klappen.

Selbst der Papst im Vatikan muss für die Wahlen grünes Licht geben. Die Entscheidung ist für Juni angedacht.