Vom Willkommen zum Ankommen

Eichstätt (intv) Ziemlich genau vor einem Jahr fand die Abschiedsfeier statt. Die Erstaufnahmeeinrichtung Maria-Ward wurde geschlossen. Nach rund 2.800 betreuten Personen seit 2014. Das war nur mit Hilfe von Hunderten Ehrenamtlichen möglich. Nach der Erstorientierung haben sich die Bedürfnisse der Zugewanderten jedoch geändert: „Der Leitfaden Integration soll die komplette Bandbreite umfassen. Eben nicht nur die Asylbewerber, die zu uns kommen, sondern alle Zugewanderten, alle Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Landkreis“, so Landrat Anton Knapp. „Das Integrationskonzept soll kein Paradigmenwechsel, sondern einfach umfassender sein. Zum Beispiel ist auch ein Café International angedacht, dort können Menschen mit ihren Fragen andocken. Und die Fragen haben sich verändert, nicht nur in welche Unterkunft sie kommen, die ersten Schritte, die Sprache wird meines Erachtens immer ein Thema bleiben, bis alles perfekt ist, das ist ein weiter Weg, jetzt geht es darum, für die Menschen, die bleiben wollen, eine Wohnung, eine Arbeitsstelle zu finden“, so Knapp weiter.

Die Kreisräte unterstützten einstimmig das vorgestellte Integrationskonzept. Es soll die Belange aller knapp 13.000 Zugewanderten betreffen, Menschen mit Migrationshintergrund, genauso wie Asylsuchende. „Die Situation erfordert, unser Handeln neu auszurichten“, so Frank Schneider, Leiter des Amtes für Soziales und Senioren. Ansprechpartner für Kümmerer vor Ort und Ehrenamtliche wird dabei der Bereichsleiter Integration Slaven Boban (Bild: Mitte) sein.