Vom Tagesausflug zum Übernachtungsziel: Trends und Ziele beim 4. Tourismustag des Landkreis Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Nicht auf den Lorbeeren ausruhen, heißt es im Landkreis Pfaffenhofen. Auch wenn die Übernachtungszahlen von Jahr zu Jahr steigen, ist das Thema Tourismus im Landkreis noch ausbaufähig. Die Kommunalunternehmen Strukturentwicklung wollen in Zukunft auf Fahrradtourismus setzen. Das und noch mehr war gestern Abend Thema des vierten Tourismustages in Pfaffenhofen.

255.000 Übernachtungen errechnet das Bundesamt für Statistik im Landkreis Pfaffenhofen für das Jahr 2017. Das ist ein Plus von knapp 7 Prozent. Der Landkreis ist auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel sagt Veranstalter Andreas Regensburger von KUS. Näher ans Ziel möchte er mit dem Rad kommen. „Auf dieses Steckenpferd wollen wir setzen setzen, weil Rad und Wandern, wie es auch hier heute von unserem Referenten Ernst Miglbauer erläutert wird, seh ich des als unsere Zukunftsträchtigsten Tourismusarten, vorallem bezüglich der Metropolregionen um Pfaffenhofen herum (Raum München, Ingolstadt oder auch Nürnberg) und wir können hier nur Punkten beim Gast wenn wir eine ordentliche Wegbeschilderung und eine anständige Wegbeschaffenheit haben und darum sehe ich hier noch ein Wachstumspotential für unseren Landkreis.“ Für den Referenten Ernst Miglbauer (Fachausschuss Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) ist im Fahrradtourismus das wichtigste eine klare Struktur: „Oft gibt es viele kleine Radwege aber des bringt dem Gast nichts. Es hilft auch nicht viel, wenn man sagt, >>wir haben so viele Radrouten<<, man muss eine Grundstruktur vorgeben, da gibt es ein sehr gutes Beispiel im Allgäu oder in Österreich. Aber des heißt auch, dass ich den Gästen ein Programm dazu liefern muss.“ Dabei ist die Zusammenarbeit verschiedener Dienstleister wichtig ist. Denn eine ländliche Region wie der Landkreis Pfaffenhofen bietet eine vielfältige Auswahl für verschiedenste Zielgruppen, sagt Detlef Jarosch, Bereichsleiter Infrastrukturentwicklung Planungsbüro Project M:
„Natur,-, Aktiv-, Gesundheitstourismus nicht zu vergessen, oder Kulturtourismus, Kloster Scheyern ist hier ein herausragendes Beispiel, das man noch viel besser in Wert setzen kann als man das bisher tut.“ Rund 80 Besucher haben die Informations- und Austauschgelegenheit Tourismustag genutzt. Hoteliers, Gastwirte, Reisebürobesitzer, Behörden und weitere Akteure, die mit Tourismus zu tun haben waren unter den geladenen Gästen vertreten. Beste Voraussetzungen für neue Kooperationen.