Vom Arbeitssuchenden zum erfolgreichen Auktionator

Neuburg (intv) Kunst- und Antiquitätenfreunde fiebern meist Wochen und Monate darauf hin und streichen sich den Termin rot in ihrem Kalender an. Sie reisen oft aus ganz Deutschland an und haben sich in das ein oder andere Stück verliebt, hoffen darauf, dass sich kein anderer dafür interessiert. Im Auktionshaus Schorer in Neuburg kommen zwei Mal jährlich wertvolle Raritäten unter den Hammer. Auch am Samstag hieß es wieder „zum ersten, zum zweiten und zum dritten“. Mehr als 200 Bieter haben sich im Auktionshaus versammelt, um eines der mehr als 1000 wertvollen Stücke zu ergattern. Die Auktionen – für Walter Schorer eine Lebensaufgabe, die er auch mit seinen 73 Jahren nicht missen möchte. Begonnen hatte alles im Jahr 1967, als Schorer arbeitslos wurde – ein Jahr später entscheidet er sich dafür, sich mit einem Kunst- und Antiquitätenhandel selbstständig zu machen. Aller Anfang war schwer – so musste sich der Auktionator erst einmal in das Themengebiet einarbeiten. Mittlerweile kann man Schorer als ein wandelndes Lexikon im Kunst-und Antiquitätenbereich bezeichnen. Wissen, dass er sich in mehr als 50 Jahren angeeignet hat – am Anfang mit Hilfe von Büchern, später immer mehr durch seine alltägliche Arbeit. 12- bis 16 Stundentage stehen bei ihm auf der Tagesordnung, auch heute noch. „Der Kunde ist König“ – dieses Motto wird im Auktionshaus seit Anfang an groß geschrieben – mit Erfolg. Denn am Samstag durfte sich Walter Schorer über ein rundes Jubiläum freuen. Bereits zum 70. Mal hat er seine wertvollen Gegenstände unter den Hammer gebracht.