UPDATE Vogelgrippeverdacht in Ingolstadt und im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen – Aufstallungsgebot für Geflügel

Ingolstadt (intv) Hühner und anderes Nutzgeflügel muss ab sofort in ganz Bayern in die Ställe. Das Bayerische Umweltministerium hat am Freitagnachmittag die Aufstallung im gesamten Freistaat angeordnet. Auch in der Region gibt es die ersten Verdachtsfälle.

Am Wochenende hatten Spaziergänger eine tote Ente im Bereich der Staustufe Ingolstadt gefunden. Bei einer ersten Untersuchung im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim haben die Experten das Vogelgrippevirus vom Typ H5 nachgewiesen. Weitere Untersuchungen im Referenzlabor des Friedrich Löffler Institut für Tiergesundheit für müssen jetzt zeigen, ob es sich tatsächlich um den gefährlichen Typ H5 N8 handelt.

Auch im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gibt es laut dem Landesamt für Gesundheit einen Vogelgrippe Verdachtsfall. Am Wochenende hatte eine Streife der Naturschutzwacht einen toten Schwan im Stausee Bertoldsheim entdeckt. Auch bei diesem Tier wurde das Vogelgrippevirus vom Typ H5 nachgewiesen, ob es sich um Typ H5N8 handelt müssen weitere Untersuchungen klären.

Das Gesundheitsamt/Veterinärwesen Ingolstadt weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei der „Vogelgrippe“ primär um eine Tierseuche handelt. Nach bisherigem Kenntnisstand sind keine Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bekannt. Eine Infektion liegt in Bereich des Möglichen, ist aber eher unwahrscheinlich. Um dennoch das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren, sollten als Vorsichtsmaßnahme keine Wasservögel angefasst oder mitgenommen werden. Tote Vögel sollen dem Veterinäramt bzw. der Berufsfeuerwehr gemeldet werden. Tel 0841/305-1450.  Bei allgemeinen Fragen steht das Veterinäramt während der Dienstzeiten zur Verfügung: 0841/305-1494.