Viel Wirbel: THI-Studenten entwickeln künstlichen Tornado

Ingolstadt (intv) Der Hurrikan Irma hat in den vergangenen Tagen für Verwüstung und Chaos in der Karibik sowie in Florida gesorgt. In Deutschland bleiben wir vor solch großen Wirbelstürmen glücklicherweise verschont.
Für viel Wirbel haben Studenten der Technischen Hochschule Ingolstadt im letzten Semster aber trotzdem gesorgt – denn sie haben selbst einen kleinen Tornado entwickelt. Die Konstruktion ist natürlich nicht vergleichbar mit einem großen Hurrikan, das Prinzip ist aber ähnlich. „Wir haben mit PC Lüftern eine Kreisströmung realisiert. Die Luft haben wir mit Dampf sichtbar gemacht, sie wird nach oben gesaugt und gleichzeitig in Rotation versetzt“, so Oliver Sckell, Student der Luftfahrttechnik im sechsten Semester. Dadurch entsteht ein kleiner Wirbelsturm, ca. eineinhalb Meter hoch und 4,5 km/h schnell. Viel kleiner als reale Tornados, die größte Herausforderung war es deshalb, den Luftwirbel stabil zu halten. An der Entwicklung des „Indoor Tornados“ waren zehn Studenten der Technischen Hochschule beteiligt. 12 Wochen lang haben sie getüfftelt und geforscht, immer unter dem prüfenden Blick ihres Dozenten. „Die Wissenschaft beschäftigt sich mit diesem Thema schon seit mehr als 100 Jahren, trotzdem gibt es noch jede Menge zu erforschen“, meint Konrad Költzsch, Professor für Strömungsdynamik an der Technischen Hochschule. Und dann gibt es vielleicht auch ganz neue Erkenntnisse über unberrechenbare Wirbelstürme wie Irma, die immer wieder viele Menschenleben fordern.