Verwaltungsangestellter wegen Veruntreuung angeklagt

Ingolstadt (intv) Die Ingolstädter Staatsanwaltschaft wirft einem ehemaligen Mitarbeiter der Stadt Beilngries vor, knapp 600.000 Euro aus der Kasse der Kommune unterschlagen zu haben. In seiner Funktion als Verwaltungsangestellter soll er zwischen 2011 und 2013 Gelder vom Konto der Stadt auf sein privates Konto überwiesen haben. Erst ein Jahr später flog der Schwindel auf. Insgesamt werden ihm 39 Fälle von Untreue zur Last gelegt. Am Ingolstädter Landgericht hat heute der Prozess gegen den 47-Jährigen begonnen. Mit dem unterschlagenen Geld wollte er wohl ein Doppelleben finanzieren. Um eine andere Beziehung zu verschleiern, kaufte er sich eine Zweitwohnung und ein zusätzliches Auto. Neben dem Angeklagten sagten heute auch die ehemalige Beilngrieser Bürgermeisterin und der Kämmerer der Stadt aus. Beide betonten, dass es keinerlei Anlass gab, Uwe S. zu misstrauen. Auch dass der 47-Jährige schon bei seiner früheren Anstellung in Burgthann 12.000 Euro veruntreut hatte war in Beilngries nicht bekannt. Erst nachdem Uwe S. einen Schlaganfall erlitt, fielen die Ungereimtheiten in der Stadtkasse auf. Der Prozess geht am Donnerstag in die nächste Runde.