Versuchter Mord: Angeklagter legt Teilgeständnis ab

Ingolstadt (intv) Er soll seiner Ehefrau aufgelauert und mit einem Meißel so lange auf sie eingeschlagen haben, bis sie wehrlos am Boden lag. Dieses Eifersuchtsdrama sorgte im September vergangenen Jahres für Schlagzeilen. Der mutmaßliche Täter muss sich nun vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten – heute, am zweiten Verhandlungstag, legte Nikolai A. ein Teilgeständnis ab. Über seinen Anwalt ließ der 53-jährige gebürtige Russe erklären, dass er den Vorfall vom 24. September vergangenen Jahres sehr bedaure. Er habe seine von ihm getrennt lebende Frau verletzen, aber keinesfalls töten wollen. Deshalb habe er die Tatwaffe – einen Metallmeißel – auch mit dickem Stoff umwickelt. Für die Staatsanwaltschaft wohl nur schwer nachvollziehbar – denn Nikolai A. hatte einen Anhänger mit Decken zum Abtransport der Leiche bereit gestellt. In einem Brief, den er einen Monat nach der Tatnacht an seine Frau Irina A. geschrieben hatte, entschuldigte er sich bei ihr und bat um Vergebung. Außerdem gab der Angeklagte an, dass er ein Alkoholproblem hat und in besagter Nacht zu viel getrunken hatte. Zu viel getrunken hatte der 53-Jährige wohl auch ca. einen Monat vor dem brutalen Überfall, als er das Auto des neuen Lebensgefährten seiner Frau anzündete. Der Nebenbuhler sagte heute vor Gericht aus und gab an, dass es Irina A. selbst ein Jahr nach der Tat schlecht gehe – sie habe vor allem Nachts Angst- und Panikattacken und würde keinem mehr vertrauen. Mit ein Grund, weshalb sich die beiden mittlerweile getrennt haben. Die Verhandlung wird am Montag fortgesetzt.