Versuchsreihen bei der Maisernte

Eichstätt/Landershofen (intv) Die Silomaisernte ist so gut wie abgeschlossen, auf vielen Maisfeldern stehen nur noch die Stoppeln. Beim Körnermais geht’s dagegen jetzt erst richtig los.
In Bayern macht Körnermais weniger als ein Viertel des Anbaus aus. Verwendung findet er im Tierfutter und in der Lebensmittelindustrie. Der Ertrag hängt allerdings nicht nur vom Wetter ab, sondern auch Bodenbeschaffenheit und die Maissorte ist entscheidend. Um den perfekten Mais für seinen Standort zu finden, baut Landwirt Christian Beyer aus Pfünz verschiedene Sorten auf seinem Testfeld bei Landershofen an.

Alle zwölf Reihen kehrt Landwirt Christian Beyer zum Anhänger zurück, um seine tonnenschweren Erträge abzuladen und um die zehn verschiedenen Sorten nicht durcheinanderzubringen.

Rund 780 Sorten sind in Deutschland zugelassen. Der Anbauberater für Eichstätt und Kehlheim, Erich Zirngibl, nimmt Proben, die gewogene Menge wird auf die Hektarzahl hochgerechnet.
Für das ungeübte Auge sehen die Maiskörner ziemlich gleich aus, der Fachmann aber erkennt markante Unterschiede.

Mais gilt als robuste Feldfrucht, die auch mal Trockenheit aushält und vergleichsweise wenig Pflanzenschutzmittel erfordert.
Bodenbeschaffenheit und Frostwiderstand gelten als wichtige Parameter beim Sortenversuch, sowie die Resistenz gegen Schädlinge, wie den Maiszünsler.

Mit der Ernte ist Beyer heuer zufrieden, sie liegt im Durchschnitt.
Dank den Testergebnissen weiß er jetzt, welche Maissorten sich für das Feld südlich von Landershofen eignen. Die kann er dort aber erst frühestens in zwei Jahren ausprobieren, denn laut Fruchtfolge ist hier nämlich nächstes Jahr Weizen dran.