Verpatzter Playoff-Auftakt des ERC Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Der ERC Ingolstadt hat nach dem dramatischen Einzug ins Viertelfinale den Auftakt der Playoffs in Krefeld gründlich verpatzt. Während sich die Panther in den Pre-Playoffs zum ersten Mal gegen die Eisbären Berlin im entscheidenden letzten Spiel mit 3:2 nach Verlängerung durchsetzen konnten, holten die Krefeld Pinguine die Mannschaft von Niklas Sundblad am Sonntag-Nachmittag schnell auf den Playoff-Boden der Tatsachen zurück.

Mit 5:0 (2:0/3:0/0:0) konnte sich der Überraschungszweite der Hauptrunde ohne Probleme durchsetzen und geht damit in der Best-of-7-Serie mit 1:0 in Führung. Im Krefelder Königspalast gehörte den Ingolstädtern zwar noch die Anfangsphase, aber schon mit dem ersten Powerplay fiel die Führung für die Hausherren durch David Fischer (10.), der Christian Kretschmann nur eine Minute später das 2:0 folgen ließ.

Fürs zweite Drittel hatten sich die Ingolstädter zwar einiges vorgenommen, doch schon nach 15 Sekunden waren alle guten Vorsätze schon wieder Geschichte: nach Zuspiel von Kevin Clarke markierte Adam Courchaine das 2:0 – der Topscorer der Hauptrunde quasi mit der Vorentscheidung. Als Martin Schymainski wieder nur zwei Minuten später beim 4:0 Timo Pielmeier erneut alt aussehen ließ – der Rookie des Jahres wurde kurz darauf von Markus Janka erlöst – folgte Frustbewältigung auf Panther-Art. Ein Schlagabtausch zwischen Gawlik und Mebus war quasi die Initialzündung für ein Playoff-Feuer der rustikaleren Art. Bei der Massenschlägerei auf dem Eis gab es zwar keinen eindeutigen Sieger – insgesamt 175 Strafminuten sagen aber alles zum Verhältnis zwischen Panther und Pinguine. Als einziger Akteur wurde dabei der Ingolstädter Tim Conboy mit einer 5 Minuten plus Spieldauerstrafe bedacht, der Panther-Verteidiger und Krefelds Trainer Rick Adduono werden allerdings sicher keine besten Freunde mehr…

Der 5:0-Schlusspunkte durch Mister Krefeld Herberts Vasiljews hatte nach 33 Minuten nur noch statistischen Wert. Der ERC Ingolstadt hat am Mittwoch ab 19:30 Uhr die Möglichkeit auf eigenem Eis zum 1:1 auszugleichen – gegen die Viertelfinal-Endstation aus dem Vorjahr in dieser Form allerdings kein leichtes Unterfangen.