Vermisstensuche: Feuerwehr Schelldorf übt den Ernstfall

Eichstätt (intv) Immer wieder kommt es vor, dass sich Polizei und Feuerwehr auf die Suche nach vermissten Personen begeben. Wenn gleich mehrere Personen vermisst sind, müssen alle Einsatzkräfte gut zusammenarbeiten. Damit das im Ernstfall auch reibungslos funktioniert, hat die Feuerwehr Schelldorf-Biberg-Krut am Samstagabend mit 50 ehrenamtlichen Helfern eine große Kathastrophenübung durchgeführt.

Ein Waldrand bei Schelldorf: mit einer Flugdrohne – ausgestattet mit zwei Kameras – machen sich die Einsatzkräfte auf die Suche. Fünf junge Burschen werden vermisst. Sie könnten sich in dem schwer zugänglichen Waldstück aufhalten. Mit einer Wärmebildkamera nehmen die Einsatzkräfte das Gebiet unter die Lupe. Hier aber Fehlanzeige. Seit etwa einem halben Jahr besitzt der Landkreis Eichstätt die Flugdrohne. Bisher kam sie schon zweimal zum Einsatz.

Die Kollegen der Hundestaffel und der freiwilligen Feuerwehr Schelldorf-Biberg-Krut waren erfolgreicher. Die fünf Jungs sind gefunden. Das erste Übungsszenario damit erfolgreich beendet.

Zeit für die zweite Übung. Das Szenario bleibt gleich, allerdings sind die Umstände anders. Es wird dunkel, erschwerte Bedingungen. Zunächst kommen alle Gruppenleiter an einem Tisch zusammen. Feuerwehr, Hundestaffel und auch Vertreter der Gemeinde, sprich der Bürgermeister müssen sich koordinieren.

Franz Waltl hat als Örtlicher Einsatzleiter das Sagen. Er ist immer in der Zentrale. Dazu gibt es ein mobiles Büro. Von hier aus wird der Einsatz über Funk koordiniert. Auf die Infos im Einsatztagebuch haben alle Entscheidungsträger Einblick, im Ernstfall sogar bis zum Innenminister.

Und dann geht es wieder raus in den Wald. Die Drohne hat mit der Wärmebildkamera etwas entdeckt. Die Feuerwehrmänner müssen sich nun auf die Suche ins Dickicht begeben. Immer in Kontakt mit den Kollegen an der Drohne, die sagen, in welche Richtung es geht. Und tatsächlich – ein vermisster Junge ist gefunden.

Um 21.30 Uhr ist die Übung zu Ende. Alle fünf Burschen sind gefunden. Jetzt heißt es auswerten, damit im Ernstfall keine Fehler passieren. Wobei der Ernstfall hoffentlich nie eintritt.