Verkehrssicherheitswoche in Schrobenhausen

Schrobenhausen (intv) Nasses Laub auf den Straßen, Nebel verringert die Sicht, Kinder auf dem Schulweg – der Herbst ist für Autofahrer die vielleicht gefährlichste Jahreszeit. Aus diesem Grund hat die Schrobenhausener Polizei diese Woche eine groß angelegte Aktionsreihe durchgeführt. Dazu gehörten zahlreiche Kontrollen sowie Aufklärungsmaßnahmen für die Bevölkerung.

Auf dem Schrobenhausener Lenbachplatz gab es heute Vormittag einen Infostand rund um Fahrrad- und E-Bike-Sicherheit. „Wir stellen Fahrräder vor, die bis zu 25 km/h fahren“, erläuterte Richard Felbermeir von der Gebietsverkehrswacht Schrobenhausen. „Für schnellere Elektroräder braucht man ein Kennzeichen, sie unterliegen außerdem der Helmpflicht und dürfen nicht auf Fahrradwegen fahren“.

Apfel oder Zitrone?

Bei einer Verkehrskontrolle in Karlskron hatten sich die Beamten junge Unterstützer geholt: Viertklässler der Grundschule durften zusammen mit den Polizisten Autofahrer anhalten und entweder belohnen oder bestrafen. „Wer mehr als die erlaubten 50 km/h fährt, bekommt eine saure Zitrone“, so Jugendverkehrserzieher Wilhelm Zwergel, „und gegebenenfalls ein Bußgeld“. Vorbildliche Autofahrer erhielten einen süßen Apfel und durften weiterfahren. „Ich finde es wichtig, damit keine Unfälle passieren und Eltern und Kinder sicher über die Straße kommen“, sagte Schülerin Leonie Heißler, die zuvor zwei Äpfel verteilt hatte. Insgesamt waren die ausgegebenen Zitronen leider in der Überzahl.

Raser auf der Landstraße

Bei weiteren Messungen mit Laserpistolen stellten die Beamten während der Aktionswoche 14 Verstöße fest. Negativrekordhalter war ein junger Mercedesfahrer, der mit 179 km/h auf der Staatsstraße von Kühbach in Richtung Gachenbach gemessen wurde. Zudem waren fünf Autofahrer ohne Sicherheitsgurt unterwegs, neun PKW-Lenker wurden mit dem Handy am Steuer ertappt und drei Kraftfahrer hatten zu viel Alkohol getrunken. Auch der Schwerlastverkehr wurde kontrolliert. Bei mehr als der Hälfte aller angehaltenen LKW wurden entweder Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Verstöße gegen Gefahrgutverordnung, Ladungssicherungsvorschriften und Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten festgestellt.

Die Aktionswoche stand unter dem Titel „Bayern mobil – sicher ans Ziel“, so Klaus Rewitzer, Leiter der Schrobenhausener Polizeiinspektion. „Damit sollen bis zum Jahr 2020 die Verkehrsunfälle im Freistaat um 30% reduziert werden“.