Verkehrsentlastung für Lenting und Kösching

Kösching (intv) In Ruhe ein Eis essen und an den Geschäften vorbeischlendern. Das war in Kösching und Lenting lange Zeit kaum möglich. Die Ruhe wurde durch ein sehr hohes Verkehrsaufkommen in den Orten gestört. Eine Ortsumfahrung soll nun Abhilfe schaffen. Nachdem der Ost- und der Nordabschnitt der Umgehung bereits freigegeben wurden, ist heute der Mittelabschnitt und somit die gesamte Ortsumfahrung fertiggestellt worden. Offiziell eröffnet wurde der Abschnitt von Joachim Herrmann, dem Bayerischen Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr.

Der Freistaat hat 13,5 Millionen Euro in die Ortsumgehung investiert. Generell wird Bayern in diesem Jahr seinen Etat für Straßenbaumaßnahmen von 215 auf 250 Millionen Euro erweitern. Mittel, die in Kösching jedenfalls gut angelegt sind. Durch die Umgehung soll vor allem der Transit- und Schwerverkehr umgeleitet werden, wofür man auch lange gekämpft hat. Bereits 1964 – also vor einem halben Jahrhundert – haben die Köschinger mit Planungen für eine Umgehungsstraße begonnen. Dass sich deren Bau so lange verzögert hat, liegt unter anderem daran, dass es keine Einigung über die genaue Straßenführung gab. Es wurden beispielsweise viele umweltpolitische Argumente zur Diskussion gebracht. Letztlich konnte man sich aber doch einigen und mit dem heutigen Tag haben die Autofahrer auf der neuen Umgehungsstraße endlich freie Fahrt.