Vergängliche Kunst

Kreut (intv) Eigentlich wollte Rainer Röschke seine Kunstwerke verbrennen. Doch ein Anwohner aus Kreut beschwerte sich bei der Polizei. Das Verbrennen der Farben sei schädlich für die Umwelt. Deshalb disponierte Röschke einfach um und griff zu Schere oder auch Motorsäge. Sogar die Besucher durften mithelfen. Bevor er seine Werke allerdings zerstört, können Interessierte die Bilder noch retten, zu einem günstigeren Preis.

Doch viele Werke wandern in den Müll. Zu viel Platz nehme alles ein, begründet Röschke. Seit 40 Jahren polarisiert er bereits mit seiner Kunst, die sozusagen zwei Gesichter hat. Unter UV-Licht sehen die Bilder nämlich noch einmal ganz anders aus. Verbunden war die Ausstellung mit einem Tag der offenen Tür des Vereins Ideenwerkstatt. Hier sind alle kreativen Köpfe willkommen, die eine besondere Idee umsetzen möchten. So wie Rainer Röschke. Pro verkauftes Bild spendete der Künstler übrigens 40 Prozent an gemeinnützige Einrichtungen.