Verbrecher-Jäger sagt „Servus“

Ingolstadt (intv) Die Großstadt Ingolstadt wurde in jüngster Vergangenheit immer wieder von Vorfällen brachialer Kriminalität erschüttert. Das letzte erschütternde Gewaltverbrechen war der Sexualmord an der 12-jährigen Franziska, Täter Stefan B. wandert lebenslänglich ins Gefängnis. Zuvor hielten Geiselnahme und Tote auf offener Straße die Schanz in Atem. Oberster Strafverfolger bei den Verbrechen war stets der leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter. Der verabschiedet sich nun nach turbulenten Jahren in den Ruhestand. „Kriminalität kommt immer wellenförmig. Das hat man nicht im Griff, aber das ist das Gesetz der Serie, wenn ein Mord pasiert, kommen meistens andere nach, dann passiert wieder ein Jahr lang nichts, jetzt ist zum Beispiel auch eine relativ ruhige Zeit“, so Walter.

Also gerade der richtige Moment, das Amt in Ruhe zu übergeben. Denn der 65-jährige verabschiedet sich nach 14 Jahren als Leitender Oberstaatsanwalt aus dem Staatsdienst. „Jetzt muss ich erst einmal versuchen loszulassen und ein neues Leben anzufangen, sich darin neu einzurichten. Das ist sicher genauso spannend, wie hier im Job. Ich lasse es erst mal langsam anlaufen und werde dann von Fall zu Fall entschieden, wie jetzt eben auch.“

Das Team aus insgesamt 18 Staatsanwälten wird ab Oktober sein Wunschkandidat und langjähriger Stellvertreter Wolfram Herrle leiten. „Ich nehme mir natürlich vor, die Behörde so gut weiterzuführen, wie mein Vorgänger. Dass wir weiterhin die Qualität bieten. Ich trete sicherlich in große Fußstapfen und hoffe, dass ich sie ausfüllen kann.

Herrle ist bereits seit 20 Jahren am Landgericht Ingolstadt. Ihm wird die Arbeit dort sicherlich nicht ausgehen.