Verbal-Watschn für die Ingolstädter Lokalprominenz

Ingolstadt (intv) Wenn sich in Ingolstadt alles versammelt, was Rang und Namen hat, um sich freiwillig ein paar ordentliche Verbal-Watschn einzufangen, dann ist Starkbierzeit. Gestern war es wieder so weit: Knapp 200 geladene Gäste waren beim Starkbieranstich in der Schanzer Rutschn mit dabei. Die Lokalprominenz hatte ordentlich Durst mitgebracht – manche wahrscheinlich in der weisen Voraussicht, dass Fastenredner Florian Erdle mit trockener Kehle nicht so leicht zu verdauen ist. Und der hatte sich gleich zu Beginn nicht unbedingt Freunde in der Schanzer Rutschn gemacht. „Herrnbräu hat wieder alles eingeladen, was in Ingolstadt Rang und Namen hat, immerhin drei davon sind auch gekommen“, so Erdle. Für Schwärmereien und nette Worte ist der Pfaffenhofner also nicht bekannt. Erdle holte in seiner Fastenrede zum Rundumschlag aus, bei dem definitiv keiner verschont blieb. Ein gefundenes Fressen für ihn: Das Stadtradeln, zu dem der OB die Politiker eingeladen hatte – und bei Erdle zu der ein oder anderen Spekulation führte: „Wenn in der Autostadt Ingolstadt ein Stadtrat mit dem Rad anstatt mit dem Auto unterwegs ist, steckt meistens ein gezwickter Führerschein dahinter. Herr Oberbürgermeister wollen Sie etwas zu Protokoll geben? Oder etwa Sie, Herr Mißlbeck?“ Angriffs- anstatt Kuschelkurs – damit mussten die Gäste beim Starkbieranstich klar kommen. Und wem das dann doch etwas schwerer gefallen ist, der konnte immer noch zu den flüssigen Hilfsmitteln greifen.