ver.di: Warnstreik in Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes erhöhen die Gewerkschaften in dieser Woche noch einmal den Druck. Mit den Worten „Das ist ein Akt bodenloser Dreistigkeit“ rief ver.di heute in Ingolstadt zum Warnstreik auf. Die Beschäftigten legten heute ihre Arbeit nieder. In Ingolstadt blieben bei fast allen städtischen Einrichtungen die Büros leer. Viele Mitarbeiter versammelten sich trotz des schlechten Wetters auf dem Paradeplatz, um zu streiken.

Über 450 Beschäftigte, auch aus den Landkreisen Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen, waren heute dabei. Die Forderungen sind klar: Sechs Prozent mehr Lohn und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro pro Monat. Bislang bieten die Arbeitgeber nur ein Prozent mehr Geld. ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Steffi Kempe sprach von einer „Reallohnkürzung“. Sie will den Druck erhöhen.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 28. und 29. April statt. Dann wird sich zeigen, ob der Protest der Beschäftigten erfolgreich war.