ver.di sammelt Unterschriften für Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand“

Eichstätt (intv) Nach einem Aufruf vor der Eingangshalle des Klinikums Ingolstadt heute Früh, ging es für Arina Wolf und ihr Team weiter an die Klinik Eichstätt. Sie fordern in einem Volksbegehren besser Arbeitsbedingungen in der Pflege: „ver.di ist beim Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand an bayerischen Krankenhäusern“ Mitinitiator. Dazu haben wir die Aktion gestartet, heute und morgen, also 48 Stunden für die Pflege bayernweit aktiv zu sein. Wir wollen Menschen, Beschäftigte, Patienten, Bürger für unsere Sache gewinnen. Es ist an der Zeit, dass Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern verbessert werden“, so Arina Wolf.

Spahns Pflegestärkungsgesetz reicht ver.di nicht aus. Das Volksbegehren fordert einen festgesetzten Personalschlüssel von 1:15 auch in der Nacht. Und zwar ausgebildete Pflegefachkräfte. Alfred Schimmer steht dem skeptisch gegenüber: „Es ist nicht machbar, die Hilfskräfte und Pflegefachhelfer außen vor zu lassen. Der Weg wird dahin gehen, dass man vernünftig Personalbemessung macht und es muss genau geplant werden, was muss eine examinierte Pflegekraft machen, und was kann ich auf andere Berufsgruppen, sprich Pflegehelfer, Service oder Arzthelfer verlagern.“

Bereits jetzt fehlen bayernweit bis zu 12.000 Fachkräfte.
Die Aktion 48 Stunden für die Pflege läuft morgen noch weiter.
In der Nacht von Samstag auf sonntag sammelt ver.di an der Klinik Kösching weiter. 21.000 Unterschriften sind bereits beisammen, das Volksbegehren will bis Anfang Oktober 40.000 Unterschriften dem Bayerischen Landtag vorlegen.