US-Generalkonsul in Eichstätt

Eichstätt (intv) „Amerika und Europa müssen enger zusammen wachsen.“ Das hat nicht nur Präsident Obama gestern in Berlin gefordert. US-Generalkonsul William Moeller hat diese Forderung heute im Seminarraum der Universität Eichstätt wiederholt. Angesichts der aufstrebenden Schwellenländer wie Indien und China werde es immer wichtiger, die westlichen Stimmen zu bündeln. Ein Schritt in diese Richtung sei eine stärkere wirtschaftliche Verflechtung, findet Moeller. Als Berufsdiplomat setzt er sich für einen transatlantischen Binnenmarkt ein – ähnlich wie innerhalb der EU. Die anwesenden Studenten hakten ein: Ob das denn eine realistische Forderung wäre, wollte ein junger Mann wissen, wo doch Frankreich strikt gegen einen solchen Binnenmarkt sei. Um Paris umzustimmen, sei Deutschland gefordert, antwortete Moeller. Er treibt das Projekt in seiner Tätigkeit als Diplomat seit Längerem voran und verspricht sich „Millionen neue Arbeitsplätze“ sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks.