Urteilsspruch: Verkehrsunfall auf der B13 war kein Suizidversuch

Ingolstadt (intv) Heute Vormittag ist ein langwieriges Prozessverfahren am Landgericht Ingolstadt zum Abschluss gekommen. Der schwere Verkehrsunfall im Februar vor drei Jahren auf der B13 bei Friedrichshofen ist kein Selbstmordversuch des beschuldigten 39-Jährigen gewesen. Die Staatsanwaltschaft hatte die Anklage auf versuchten Mord deshalb bereits fallen gelassen. Heute sprachen die Richter das Urteil.

Für die fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung hat das Hohe Gericht heute Vormittag Falko L. zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Die Richter sahen keine Anhaltspunkte dafür, dass der 39-Jährige absichtlich in den Gegenverkehr gefahren sei, um Selbstmord zu begehen. Das habe der Angeklagte auch in seiner Einlassung betont, obwohl ein Abschiedsbrief, datiert auf den Tag es Unfalls vorliegt. Am 19. Februar 2011 sind auf der B13 zwischen Friedrichshofen und der Gabel zwei Kleinwagen frontal zusammengeprallt. Die Folgen sind für beide Unfallbeteiligten bis heute spürbar. Das Opfer aus Neuburg kann seinen Beruf des Altenpflegers nicht mehr ausüben, erlitt posttraumatische, psychische Schäden und hat chronische Schmerzen. Auch der Unfallverursacher aus Gaimersheim wurde schwer verletzt. Er war nicht angeschnallt und alkoholisiert. Dem Angeklagten wird für drei Monate der Führerschein entzogen.