Urteil im Untreue-Prozess gesprochen

Ingolstadt (intv)  Nach 10 Tagen ist heute der Untreue-Prozess gegen Uwe S. zu Ende gegangen. 3 Jahre und 8 Monate Gefängnis- so lautet das Urteil, das der Richter im Ingolstädter Landgericht verkündet hat. Die Forderungen für das Strafmaß gingen im Vorfeld weit auseinander. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf 5 Jahre Haft, die Verteidigung auf nur die Hälfte der Zeit. Der Beilngrieser hatte von 2011 bis 2013 rund 600.000 Euro unterschlagen. Er nutzte einen personellen Engpass in der Kassenverwaltung, um Gelder der Stadt auf sein privates Konto zu überweisen. Hintergrund seiner Tat war die Finanzierung eines Doppellebens. Mildernd wirkte sich vor allem die Krankheit aus, durch die Uwe S. seit 2014 schwer eingeschränkt ist. Auch das Geständnis von Uwe S. und dass Teile der Schadenswiedergutmachung an die Stadt Beilngries bereits angeordnet wurden, bewertete er als positiv. Nichtsdestotrotz ist jeder der 39 Einzelfälle aufgrund des langen Zeitraums und der hohen Beträge als besonders schwer einzustufen. Zudem hatte der Angeklagte nicht aus einer Notsituation heraus gehandelt und war schon bei seiner früheren Anstellung in Burgthann wegen Unterschlagung von Geldern aufgefallen. Nach der Urteilsverkündung gab Uwe S. an, dass er auf Rechtsmittel verzichten wird.