Urteil im Köschinger Dopperlmordprozess: Lebenslange Haft

Ingolstadt (intv) Weil er ein Ehepaar aus Kösching getötet hat, hat das Landgericht Ingolstadt am Freitag den 69-jährigen Angeklagten zu einer Lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes in Tateinheit mit Totschlag verurteilt. Damit foglte das Gericht in weiten Teilen dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Ankläger war von einem klaren Doppelmord ausgegangen und hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Der Verteidiger des 69-jährigen hatte auf zweifachen Totschlag und verminderte Schuldfähigkeit plädiert.

Der aus dem Kosovo stammende Rentner hatte im Prozess gestanden,  im September letzten Jahres seine 39-jährige Tochter und seinen 35-jährigen Schwiegersohn erschossen zu haben. Vor der Tat soll es bereits einen lange andauernden Familienstreit gegeben haben. Weil er mehrfach beleidigt worden sei, soll der Verurteilte auf seinen Schwiegersohn geschossen haben. Dann soll er mit gezogener Waffe das Opfer in dessen Haus verfolgt haben und dort weiter geschossen haben. Dabei soll er auch die eigene Tochter mit mehreren Schüssen getroffen haben. Beide Opfer starben noch am Tatort.