Urteil im Getränkemarktprozess: Verteidigung legt Revision ein

Ingolstadt (intv) Stefan S. ist vergangenene Woche zu einer lebenslänglichen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt worden. Der Richterspruch im Getränkemarktprozess bleibt jedoch weiterhin nicht rechtskräftig. Denn Verteidiger Peter Gietl hat heute Revision eingelegt. Im Prozess um den erstochenen Getränkemarktleiter aus Pfaffenhofen hat die Verteidigung auf Totschlag plädiert. Die Richter waren hingegen davon überzeugt, dass für Stefan S. nicht Angst das ausschlaggebende Motiv war, um mit dem Messer dreimal tödlich auf den bereits bewusstlosen Marktleiter einzustechen, sondern er habe aus Habgier gehandelt. Sein Beweggrund für die Tat seien die Tageseinnahmen des Getränkemarktes von rund 3.000 Euro gewesen. Deshalb lautete das Urteil auf Mord. Die besondere Schwere der Schuld sah das Gericht entgegen der Staatsanwaltschaft aber nicht. Hat die Revision keinen Erfolg muss Stefan S. lebenslang hinter Gitter.