Urteil im Falschgeldprozess

Ingolstadt (intv) Im Zeitraum von Januar bis März hat ein 48-jähriger Bulgare mehrmals Falschgeld aus seinem Heimatland nach Deutschland geschmuggelt und an der Rastanlage Holledau bei Schweitenkirchen feilgeboten. Allerdings einer Vertrauensperson des Landeskriminalamtes. Insgesamt 30.000 Euro Falschgeld hatte Rumen R im Gepäck. Drei Mal hat er die gefälschten Scheine an V-Männer der Polizei, die im kriminellen Milieu ermitteln, verkauft.

Die Kammer sieht hier dennoch einen minderschweren Fall, vor allem da Tatprovokation durch die Lockspitzel vorliege. Allerdings sei der Angeklagte nicht nur ein Kurier gewesen, er habe selbstständig gehandelt, Preis und Höhe des Falschgeldes festgelegt und einen gewerblichen Nutzen aus dem Handel gezogen. Deshalb lautet das Urteil heute am Landgericht: Zwei Jahre auf Bewährung – damit folgt Vizepräsident Jochen Bösl dem Plädoyer des Verteidigers Stefan Roeder. „Aus meiner Sicht ein ausgewogenes und sachgerechtes Urteil, vor allem nach der durchgeführten Beweisaufnahme. Es hat sich aus meiner Sicht die Vehemenz der Anklageschrift nicht bestätigt, deswegen auch der Urteilsspruch mit zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die sind auch letztendlich rechtskräftig geworden“, so Roeder.

Denn sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft haben noch im Verhandlungssaal auf Rechtsmittel verzichtet, somit ist das Urteil rechtskräftig. Der 48-jährige Bulgare zeigte sich bei der Urteilsverkündung reuig, schon am ersten Verhandlungstag hatte er ein Geständnis abgelegt. Rumen R. wird nun unter Auflagen in sein Heimatland zurückkehren.